Anti-Doping Bundesgesetz 2021 (ADBG 2021)

gültig am 01.01.2021

Besondere Pflichten des ÖBSV:

"Der ÖBSV, die ihm zugehörigen Organisationen (Landesverbände, Vereine, etc.) sowie deren Mitglieder verpflichten sich, zur Einhaltung der Regelungen des Anti-Doping Bundesgesetzes 2021 und der Anti-Doping Regelungen des [zuständigen Internationalen Sportfachverbandes].

Des Weiteren sind die dem ÖBSV, den Landesverbänden und Vereinen zugehörigen Sportlerinnen und Sportler, Betreuungspersonen sowie sonstigen Personen zur Einhaltung der soeben genannten Anti-Doping Regelungen verpflichtet. "

Informationspflicht bei Verdacht auf Verstoß gegen die Anti-Doping Regeln

"Der ÖBSV, die Landesverbände und Vereine samt den zugehörigen Sportlerinnen und Sportlern, Betreuungspersonen sowie sonstigen Personen sind verpflichtet, sämtliche Informationen, die einen Verdacht auf einen Verstoß gegen Anti-Doping Regelungen darstellen, an die Unabhängige Dopingkontrolleinrichtung oder andere Anti-Doping Organisationen zu melden sind."

Zuständigkeit von ÖADR und USK

"Über die Verhängung von Sicherungs- und Disziplinarmaßnahmen auf Grund des Verdachts von Verstößen gegen Anti-Doping-Regelungen sowie über das Vorliegen von Verstößen gegen Anti-Doping-Regelungen, die zu einem Verbot der Teilnahme an Wettkämpfen führen können, entscheidet im Auftrag des ÖBSV die gemäß § 7 ADBG 2021 eingerichtete unabhängige Österreichische Anti-Doping Rechtskommission unter Zugrundelegung der geltenden Anti-Doping-Regelungen des zuständigen internationalen Sportfachverbandes im Sinne des § 20 ADBG 2021. Die Entscheidungen der unabhängigen Österreichischen Anti-Doping  Rechtskommissionen bei der  unabhängigen Schiedskommission (§ 8 ADBG 2021) angefochten werden, wobei die Regelungen gemäß § 23 ADBG 2021 zur Anwendung gelangen."

"Dieses Vergehens macht sich schuldig, wer den Aufforderungen der unabhängigen ÖADR und der USK nicht Folge leistet sowie am Verfahren nicht ordnungsgemäß mitwirkt. Als Konsequenz dieses Vergehens wird die Sportlerin/der Sportler oder die Betreuungsperson oder die sonstige Person ….

(Konsequenz ist durch die Sportorganisation bzw. ihr Mitglied selbst zu formulieren)."

Anti-Doping Prävention

Mit 1.1.2021 tritt erstmals der "International Standard for Education" verpflichtend in Kraft, mit dem die weltweite Präventionsarbeit geregelt wird. Durch diese Vorgaben sind verbindliche Maßnahmen zu setzen. Mit dem ADBG 2021 werden diese internationalen Vorgaben in Österreich umgesetzt. Je nach Dopingrisiko der jeweiligen Sportart / Disziplin sind von den Sportorganisationen verpflichtende Maßnahmenpakete umzusetzen.

Anti-Doping Beauftragter

Frank Seewald, MSc     |     frank.seewald(kwfat)oebsv(kwfdot)com     |     +43 664 4086550

Teilnahmebedingungen für Wettkämpfe bzw. Wettkampfveranstaltungen

"Mit der Teilnahme an diesem Wettkampf/dieser Wettkampfveranstaltung verpflichtet sich die Sportlerin oder der Sportler zur Einhaltung der Anti-Doping Regelungen des Anti-Doping Bundesgesetzes 2021 sowie der diesbezüglichen Regelungen des zuständigen nationalen und internationalen Sportfachverbandes (insbesondere Statuten, Sportordnung, Wettkampfordnung sowie  Disziplinarordnung).

Die teilnehmende Sportlerin oder der teilnehmende Sportler sind jederzeit verpflichtet, an jedem Ort an Dopingkontrollen mitzuwirken."

Dopingkontrollen

Dopingkontrollen können jederzeit durchgeführt werden, insbesondere bei Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften, wobei für die Auswahl der zu testenden SchützInnen, alle Teilnehmer herangezogen werden können.

Werden bei Turnieren Kontrolleure der NADA erscheinen, wird dies bei Indoor- und Outdoor-Turnieren während des Wettbewerbes bekannt gegeben. Bei Feld- und 3D-Turnieren nach Rückkehr von den Parcours.

Es liegt in der Eigenverantwortung der Schützen, bei Arztbesuchen dieses Thema im Falle einer Verschreibung von Medikamenten anzusprechen. Die Listen der verbotenen Substanzen bzw. verbotenen Medikamente kann von der NADA Website herunter geladen werden und sollte zweckmäßigerweise auch zum Arztbesuch mitgebracht werden.

Bei Vorliegen einer Ausnahmegenehmigung, muss diese auf jeden Fall auch im Ausland zum Turnier mitgenommen werden. Es gelten aber nach Auskunft der World Archery die jeweiligen Vorschriften des ausländischen Veranstalters.

Da bei unseren ÖSTM/ÖM alle Lizenzschützen startberechtigt sind, gilt dies im Prinzip auch für alle SchützInnen die sich für ÖBSV-ÖSTM/ÖM anmelden. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass bei positivem Doping-Testergebnis, die damit verbundenen Kosten der/dem SchützINN weitergeleitet werden.

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