Wiederhochfahren nach Covid-19

02.03.2021

Das Olympiazentrum Vorarlberg bietet tolle Informationen in allen Bereichen des Sports. Hier eine Information zu einem Vortrag, der am 02.03.2021 stattgefunden hat und das Wiederhochfahren nach dem Covid-19 Lockdown zum Thema hatte.

Aus unserem neuen Olympiazentrum Vorarlberg Sendestudio bieten wir hochwertige Onlinevorträge von und mit renommierten ExpertInnen aus dem Bereich des Sports an. Das Ganze wird in Anlehnung an die Olympischen Ringe unter dem Namen #talkoftherings stattfinden.

 Die erste #talkoftherings Veranstaltung beinhaltet das Thema 'Wiederhochfahren nach Covid-19. Was ich als Sportler*in und Betreuer*in wissen sollte'. In der Hoffnung und Erwartung, dass bis im Frühling das Wiederhochfahren des Sportbetriebs wieder möglich ist, sind wir davon überzeugt, dass hier sowohl SportlerInnen, als auch BetreuerInnen sehr vielen Herausforderungen gegenüber stehen werden - ganz besonders im Bereich der Sportmedizin und im Trainingsbereich. Mit dieser Veranstaltung möchten wir das Bewusstsein für die Problemsituationen und Herausforderungen schärfen und gleichzeitig Tipps und Infos weitergeben, die das Hochfahren sicherer und gesünder machen können.

 Zielgruppe: TrainerInnen, Verbände aber auch AthletInnen und MedizinerInnen.

 Die Veranstaltung beinhaltet zwei Themenblöcke mit jeweils zwei Vorträgen:

 BLOCK 1: Sport und Infektion - ASPEKTE DER SPORTMEDIZIN

 "Sport, Immunsystem und Infekte: Was sollten Sportler*Innen und Betreuer*Innen wissen?"

Prof. Dr. Jürgen Scharhag (Universität Wien, ÖISM & Olympiazentrum Wien)

 Kurzbeschreibung:

Während körperlicher Belastung wird u.a. durch die Ausschüttung von Stresshormonen auch das Immunsystem beeinflusst. So können regenerative und extensive Belastungsintensitäten das Immunsystem bzw. dessen Zellen eher stärken, intensive oder hochintensive Belastungen das Immunsystem eher schwächen. Insbesondere in der unmittelbaren Nachbelastungsphase kann eine verminderte Konzentration und Funktion der Immunzellen im Blut die Folge sein (Open Window), so dass Leistungssportler häufiger von Infekten der oberen Atemwege betroffen sein können. Im Vortrag werden die sportimmunologischen Basics und Tipps für die Praxis zur Prävention und zum Return to Sports nach Infekt dargestellt. Dabei wird Prof. Scharhag auch darüber informieren, welche Auswirkungen eine Infektion mit Coronavirus SARS-CoV-2 nach aktuellem Wissensstand auf den Körper hat.

 "Notwendigkeit für sportmedizinische Untersuchungen nach Covid-19 Erkrankungen"

Dr. Marc Sohm (Olympiazentrum Vorarlberg)

 Kurzbeschreibung:

Das klinische Bild einer Infektion mit SARS-CoV-2 ist hochvariabel und reicht von einer völligen Symptom­freiheit bis hin zu einem tödlichen Verlauf. Eine für die SportlerInnen spezielle Bedeutung hat bei ei­ner Infektion mit SARS-CoV-2 eine mögliche Mitbeteiligung des Herzmuskelgewebes. Die Herzmuskelentzündung zählt zu den führenden Ursa­chen des plötzlichen Herztods im Sport bei AthletInnen unter 35 Jahren. Auf die daraus resultierende Notwendigkeit einer Sportmedizinischen Untersuchung nach einer SARS-CoV-2 Infektion und auf weitere Details wird Dr. Sohm in seinem Beitrag genauer eingehen.

 BLOCK 2: Trainingsinhalte nach Lockdowns

 "Wichtigkeit von Warm-up und Mobility"

Martin Hämmerle, BSc (Olympiazentrum Vorarlberg)

 Kurzbeschreibung:

Bedingt durch die Pandemie gab es im Sport und im Bewegungsverhalten der Bevölkerung wesentliche Änderungen. Die Schließung von Sportstätten, Fitnessstudios aber auch das Verbot von Gruppen- und Mannschaftstrainings haben unweigerlich auch Veränderungen unserer körperlichen Belastbarkeit mit sich gebracht. Gerade deshalb ist es wichtig, sich nicht nur über die generelle Wiederaufnahme vom Training, sondern explizit auch über die Wichtigkeit der Vorbereitung jeder Trainingseinheit ein paar Gedanken zu machen. Mit einem bewussten Aufwärmtraining und gezielten Beweglichkeitsübungen kann unser Körper besser auf das nachfolgende Training vorbereitet werden. Der große Vorteil: besserer Trainingserfolg und Entwicklung kombiniert mit Präventions- und Schutzgedanken.

 "Richtige Belastungssteigerung aus physiologischer Sicht"

Dr. Antje Peuckert (Olympiazentrum Vorarlberg)

 Kurzbeschreibung:

Wie kann ich aus physiologischer Sicht nach einer langen Trainingspause wieder starten? Auf was muss ich achten? Welche Belastungssteigerungen sind sinnvoll? Muss ich bei "Null" anfangen oder sind gewisse Leistungen auch konservierbar? Diese Inhalte werden im Vortrag behandelt. Die Gefahren von Verletzungen oder Überbelastungen sind nach einer langen Trainingspause deutlich erhört, daher sollte gut überlegt werden, wie wieder mit dem Training begonnen wird, wie die Umfänge und Intensitäten am Anfang richtig gesteuert werden und wie zur "alten Form" zurückgefunden wird.

Dr. Antje Peuckert gibt praktische Tipps wie die Belastung nach einer Trainingspause wieder aufgebaut werden kann und Informationen über die Auswirkungen von Detraining.

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